Das GHG Protocol verwendet „reasonably close to the reporting year“, um festzulegen, wie alt ein Energieattribut-Zertifikat (EAC) sein darf, wenn es Ihrem Energieverbrauch zugeordnet wird. Das ist eine Kernanforderung für die Scope-2-Bilanzierung nach dem marktbasierten Ansatz, und die konkreten Regeln hängen davon ab, wo Sie tätig sind. In der EU regeln nationale Vorschriften im Rahmen von RED III, wann Herkunftsnachweise (HKN) / Guarantee of Origin (GoO) ausgestellt und entwertet werden können. Außerhalb der EU legt das GHG Protocol ein Vintage-Fenster von 21 Monaten fest: Erzeugung von sechs Monaten vor bis drei Monate nach dem Berichtszeitraum. Dieses Fenster gilt unabhängig davon, welchen EAC-Typ Sie beschaffen – ob nordamerikanische Zertifikate für erneuerbare Energien (RECs), britische Erneuerbare Energie Herkunftsnachweise (REGOs) oder Internationale REC-Standard-Zertifikate (I-REC) in aufstrebenden Märkten. Die Entwertung (oder „redemption“ in der REGO-Terminologie) erfolgt über das jeweilige Register oder über Soldera Virtual Accounts, um den Prozess über verschiedene Zertifikatstypen hinweg zu vereinfachen. Das Vintage-Timing sollte unbedingt stimmen. Zertifikate außerhalb dieses Fensters werden bei Ihren Scope-2-Angaben schlicht nicht anerkannt. Auditoren prüfen Vintage-Daten – und wenn das nicht passt, sind Ihre Aussagen zu erneuerbarer Energie nicht belastbar oder, schlimmer noch, Sie werden wegen Doppelzählung beanstandet.


