Vintage, der Zeitstempel der Stromerzeugung, bezeichnet das Erzeugungsdatum bzw. den Zeitraum, in dem die erneuerbare Energie, die durch ein EAC nachverfolgt wird, erzeugt wurde. Es wird von Reporting-Frameworks und Compliance-Systemen genutzt, um Vintage-Matching-Regeln festzulegen, die bestimmen, welche Zertifikate verwendungsfähig sind. So tragen z. B. EACs mit dem „Vintage 2025“ die erneuerbaren Attribute von Strom, der 2025 erzeugt wurde. Da jedes Zertifikat Erzeugungsmetadaten enthält, werden Ablauf-Fristen ab dem Zeitpunkt der Erzeugung angewendet. Nach Ablauf dieses Zeitraums ist das Vintage des Zertifikats für die Nutzung zu alt und technisch wertlos – weshalb EACs mit älterem Vintage, je näher sie dem Ablauf kommen, niedrigere Preise erzielen. Bestimmte Systeme können Zertifikate bereits vor dem Ablaufdatum ausschließen, selbst wenn sie in einem Register technisch weiterhin gültig sind. So verlangt Green-e®, dass Zertifikate im Verhältnis zum Berichtszeitraum nicht älter als 21 Monate sind, und RE100 empfiehlt dies als „angemessene Praxis“. Das verhindert, dass Unternehmen alte Zertifikate nutzen, um den Einsatz erneuerbarer Energien zu behaupten, und stellt sicher, dass Aussagen die aktuelle Erzeugung widerspiegeln. Solche standardgetriebenen Vintage-Anforderungen schaffen auch einen funktionalen Ablauf für I-RECs, trotz ihrer unbegrenzten Registergültigkeit.


