Energy Origination ist der Prozess der Beschaffung und Strukturierung von Lieferverträgen für erneuerbare Energien (sowohl für die Stromlieferung als auch für Energieattribut-Zertifikate (EACs)). Er umfasst alles – von der Identifizierung geeigneter Erzeugungsanlagen bis hin zur Verhandlung von Power Purchase Agreements und maßgeschneiderten strukturierten Produkten. Aus kommerzieller Sicht liegt Origination vorgelagert zur Zertifikatsbeschaffung. Beschaffungsteams müssen regionale Policy-Unterschiede, Registeranforderungen und die jeweils verfügbaren vertraglichen Instrumente je Markt berücksichtigen – ob REGOs im Vereinigten Königreich, Herkunftsnachweise (HKN) / Guarantee of Origin (GoO) in Kontinentaleuropa oder I-RECs in aufstrebenden Märkten.
Die Origination-Phase bestimmt, welche Energieattribut-Zertifikate ein Käufer später entwerten kann. Eine passende Vertragsstruktur sorgt für sauberere Audit-Trails, bessere Preistransparenz und Zertifikate, die tatsächlich zu den Verbrauchsdaten und Nachhaltigkeitsvorgaben des Käufers passen. Für das Scope-2-Reporting nach der marktbasierten Methode ist eine starke Origination entscheidend für einen belastbaren und glaubwürdigen Erneuerbaren-Claim. Zweiseitige Plattformen wie Soldera vereinfachen Origination, indem sie Tausende Erzeuger erneuerbarer Energien über eine Oberfläche bündeln – so wird Origination für die meisten Käufer übernommen, die sich lieber auf Preisangebote und die Anpassung ihrer Beschaffungskriterien konzentrieren, statt selbst Beziehungen zu Erzeugern erneuerbarer Energien aufzubauen.


