Strukturierte Energieprodukte sind maßgeschneiderte finanzielle oder physische Verträge, die über Standard-Lieferverträge hinausgehen. Denken Sie an Power Purchase Agreements (PPAs oder vPPAs) oder individuelle Preisstrukturen, die auf dem spezifischen Verbrauchsprofil, der Risikobereitschaft und den Preiserwartungen eines Käufers basieren.
Diese Produkte laufen oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte und geben energieintensiven Industrien sowie Unternehmenskäufern langfristige Preissicherheit, während sie zugleich ihr Scope-2-Reporting nach dem GHG Protocol unterstützen. Sie sind besonders verbreitet in europäischen und nordamerikanischen Märkten, in denen Unternehmen erneuerbare Liefermengen zu planbaren Kosten absichern müssen.
Strukturierte Produkte arbeiten Hand in Hand mit Energieattribut-Zertifikaten (EACs) – den Herkunftsnachweisen (HKN) / Guarantee of Origin (GoO), Zertifikaten für erneuerbare Energien (RECs) oder Internationale REC-Standard-Zertifikate (I-REC), die den tatsächlichen Nachweis des erneuerbaren Verbrauchs für Reporting-Zwecke liefern. Das strukturierte Produkt sichert die Stromlieferung oder den Hedge, während die Zertifikate die Compliance-Seite für Erneuerbaren-Claims abdecken. Käufer müssen weiterhin die innerhalb strukturierter Produkte gelieferten Zertifikate im relevanten Register oder in den virtuellen Konten von Soldera beschaffen und entwerten, um gültige Erneuerbaren-Claims zu machen.
Für Unternehmen, die in mehreren Märkten tätig sind, wird die Verwaltung dieser Vereinbarungen zusammen mit der Zertifikatsbeschaffung über verschiedene Register schnell komplex. Hier kommen einheitliche Plattformen für das Zertifikatsmanagement ins Spiel, damit Audit-Trails sauber bleiben und alle nationalen Regelabweichungen automatisch berücksichtigt werden.


